Afrika – Ackerland im Ausverkauf

Afrika – Ackerland im Ausverkauf

Internationale Konzerne pachten riesige Flächen Ackerland in armen Ländern, bringen Saatgut, Maschinen, Kapital und Know-How. Neue Jobs werden geschaffen, die Agrarproduktion wird weltweit gesteigert, der Hunger bekämpft und alle profitieren.

Doch in der Praxis werden traditionelle Kleinbauern von ihrem Land vertrieben, es gibt kaum neue Jobs, die Einheimischen bleiben als schlecht bezahlte Farmhelfer von internationaler Lebensmittelhilfe abhängig, während die Agrarprodukte in den Export gehen. Kritiker nennen das Landraub und sehen darin eine neue Form des Kolonialismus.

Beunruhigt äußert sich auch der UNO Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Olivier de Schutter: „Der Kampf ums Ackerland ist wie ein globales Monopoly-Spiel“ sagt er. Erst suchten Industrieländer nach Anbauflächen für Energiepflanzen, dann kamen China, Indien und arabische Länder mit dem Ziel der Versorgungssicherheit für die eigene Bevölkerung. Mittlerweile ist der Run auf die Ackerflächen der Welt in vollem Gang, private und staatliche Investoren legen soeben den Grundstein für eine neue globale Agrarordnung.

Eine WELTJOURNAL-Reportage zeigt das ungeregelte Zusammenwirken von starker Nachfrage und willfährigen Anbietern und fragt, ob sich Hunger und Armut dadurch wirklich reduzieren lassen.

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