Stallgeflüster im November

Kurzmitteilung

Stallgeflüster #32 – Bodenversiegelung in Österreich

CIMG0026Jeden Tag wird in Österreich eine Fläche von rund 20 Hektar versiegelt – für Straßen, Siedlungsbauten, Einfamilienhäuser und Gewerbe- und Industriegebiete. Das entspricht der landwirtschaftlichen Fläche eines durchschnittlichen österreichischen Bauernhofes. Dieser versiegelte Boden kann seine vielfältigen Funktionen nicht mehr erfüllen und geht für die Nahrungsmittelproduktion verloren.

Wir werfen in dieser Sendung einen Blick auf die Zusammenhänge von Bodenversiegelung, Straßenbau und Verkehrspolitik anhand der geplanten Ostumfahrung von Linz. Diese Autobahn soll künftig die Mühlkreis- mit der Westautobahn verbinden, und so die Verkehrssituation in Linz entlasten. Doch die Meinungen zu diesem Bauvorhaben gehen stark auseinander. In der Region Steyregg-Engerwitzdorf beginnen immer mehr Menschen die Sinnhaftigkeit dieser geplanten Autobahn zu hinterfragen.

Zu Wort kommen Erwin Appenzeller, Biobauer aus Steryregg und Robert Stögner vom Klimabündnis OÖ. Außerdem haben wir die offiziellen Stellungnahmen der Landtagsparteien zur Ostumfahrung von Linz eingeholt.

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Stallgeflüster im Oktober

Kurzmitteilung

IMG_3543Stallgeflüster #31: Weidehaltung im Fokus

Das Jahr neigt sich bereits langsam dem Ende zu und auch die Tiere werden zurück von der Weide in den Stall gebracht! Für uns aber dennoch Grund genug sich bereits jetzt über die nächste Weidesaison Gedanken zu machen und Euch mit interessanten InterviewpartnerInnen zu inspirieren!

Vor allem für Bio Betriebe wird ab kommenden Jahr das Thema Weidehaltung aktuell werden – denn wie es nun abzusehen ist, wird ab 2014 zumindest ein Teil der Herde  geweidet werden müssen, sofern ausreichend stallnahe und weidefähige Flächen für eine Gruppe am Betrieb vorhanden sind.

In der heutigen Sendung kommen Günther Kramer und Eva Grill zu Wort – die beiden sind als Wanderschäfer in den Gemeinden Hirschbach und Neumarkt im Mühlkreis mit ihren rund 450 Schafen unterwegs.  Birgit hat die beiden mit ihren Schafen und den Boarder Collies auf einer Weide in der Nähe von Neumarkt besucht und sie zu ihren Beruf bzw. Berufungen befragt – denn Wanderschäferei ist in unseren Breiten ein bereits sehr seltener Beruf geworden.

Dass Weidehaltung, wenn man sie effizient und optimal gestalten will, einiges an Wissens erfordert erklärt uns DI Walter Starz von der Forschungsanstalt Raumberg Gumpenstein! Seit vielen Jahren forscht und lehrt er zum Thema Grünland und Viehwirtschaft!

Stallgeflüster #30

Kurzmitteilung

IMG_8334Stallgeflüster #30: Welcher Fisch kommt auf den Tisch?

Jingle zur Sendung

Hat man sich noch nicht genauer mit der Thematik „Fischkonsum “auseinander gesetzt, greift man vielleicht ganz unbedarft zu einem günstigen Lachsforellen- oder Pangasiusfilet, welches im Supermarkt in den Regalen vorzufinden ist. Die blauen Verpackungen bedruckt mit Segelschiffen und der Herkunftsbezeichnung „aus zertifizierter Aquakultur“ täuschen und vermitteln den Eindruck- der Fisch wäre frisch aus dem Meer entnommen.

Nun ist es aber so, dass es sich empfiehlt sehr kritisch beim Kauf von Fisch zu sein. Denn ähnlich wie Fleisch ist auch Fisch mittlerweile zum Massenprodukt geworden, welches auf industrielle  Weise hergestellt wird.

Intensive Aquakulturen bei denen Antibiotika eingesetzt werden, belasten nicht nur das Endprodukt Fisch und in Folge die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten, sondern schädigen auch die Umwelt vor Ort und gefährdet das Leben der dort ansässigen Menschen. Auch die globalen Fischbestände sind aufgrund der immer weiter ansteigenden Nachfragen deutlich geschrumpft.

Wenn es um Fischkauft geht, gilt es eine geschmacklich, ökologisch und ethisch optimale Alternative zu konventionellen Meeresfischen zu finden.

In der Sendungen kommen zwei Personen zu wort, die die direkt Variante bevorzugen und sich lokale Fische selbst angeln:  Franz Wiesmayr, Berufsfischer in Linz und Stefan Blümke, Freizeitfischer.

Bei- und Unkräuter Teil 2

Kurzmitteilung

Stallgeflüster#29: Sendungschwerpunkt im Sommer

Cirsium_arvense_blueteBei- und Unkräuter Teil 2

Dem Betrübten ist jede Blume ein Unkraut, Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume“ sagt ein finnisches Sprichwort. Un- oder Beikräuter sind im Ackerbau und im Garten eine Herausforderung und werden oft als ein zu bekämpfendes Übel betrachtet. Doch sie haben auch zahlreiche positiven Seiten.

Zu Wort kommen in dieser Sendung:

  • Johannes Doppelbauer, Landwirt aus Wels, erzählt über das unterschiedliche Verständnis von Bei- oder Unkräutern im Biolandbau und in der konventionellen Landwirtschaft.
  • Manuel Böhm, Bio-Ackerbauberater der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, stellt ein vor allem im Biolandbau gefürchtetes Unkraut vor: die Ackerkratzdistel.
  • Susanne Pust, Kräuterpädagogin aus Linz, gibt Tips für die kulinarische und volksheilkundliche Verwendung einiger bekannter Beikräuter: über die Vogelmiere, das Franzosenkraut und die Kohlkratzdistel.
  • Bernhard Senkmüller, er ist Koch, Künstler und Kräuterpädagoge, wird über die musikalischen Seiten von Beikräutern erzählen – im Rahmen seiner Abschlussarbeit an der Kunstuniversität Linz hat er ein „Unkrautorchester“ ins Leben gerufen.

Die Musik kommt diesmal vom US-amerikanischen Musiker Josh Woodward. Seine Lieder können auf der Creative Commons Musikplattform Jamendo kostenlos angehört und heruntergeladen werden.

Wir wünschen viel Vergnügen!

Bei- und Unkräuter – Teil 1

Kurzmitteilung

IMG_2515Stallgeflüster#28
Bei- und Unkräuter sind oft eine große Herausforderung für Bauern, Bäuerinnen und GärtnerInnen.  Wenn sie Überhand nehmen verdrängen sie die Kulturpflanzen und verringern somit den Ertrag oder sie behindern die Ernte. Doch sie haben auch zahlreiche positive Aspekte und erfüllen wichtige Aufgaben im Boden.

Auf die erstaunlichen Eigenschaften des Ampfers wird in dieser Sendung im Speziellen eingegangen. Dazu haben wir mit zahlreichen Experten aus der Praxis gesprochen: zu Wort kommen unter anderem Josef Luftensteiner, Manuel Böhm, Johannes Libl, Johannes Doppelbauer und Hannes Hofer.

Hier eine kleine Hörprobe

Hier die Sendung zum Nachhören

Die Musik für diese Sendung kommt von der schwedischen Band Diablo Swing Orchestra, von ihrem Album The Butcher´s Ballroom. Zu finden sind ihre Lieder auf der Creativ Commons Musikplattform Jamendo.

STALLGEFLÜSTER #27 Green Care – Soziale Landwirtschaft

Kurzmitteilung

IMG_1788GREEN Care!? – Wer sich unter diesem Begriffnicht allzu viel vorstellen kann, so wie wir bis vor kurzem, wird am Ende der Sendung um einiges schlauer sein – denn hinter GREEN CARE verbirgt sich nicht nur ein neues Konzept für LandwirtInnen ihre Arbeitsstätte für Menschen zugänglich zu machen, sondern eine Philosophie!
In dieser Sendung
  • kommt Birgit Gallistl live zu Wort – sie ist nicht nur Stallgeflüster-Redakteurin, sondern gelernte Landschaftsgärtnerin – sie hat ihre Soziologieabschlussarbeit der Gartentherapie gewidmet hat, in mehreren sozialen Projekten gearbeitet und ist momentan an der Therapiestation Erlenhof tätig. Sie wird uns über Gartentherapie grundsätzlich erzählen und ihre Arbeitsstelle vorstellen.
  • erzählt Nicole Prop, Leiterin des Projektmanagements Green Care von der Landwirtschaftskammer Wien, wofür Green Care steht und welche Zukunftsperspektiven dieses junge Projekt der Landwirtschaftskammer verfolgt. http://www.greencare-oe.at/

Musik: Sundayers: http://www.jamendo.com/en/artist/358187/sundayers

Sendung zum Nachhören unter http://cba.fro.at/111825

STALLGEFLÜSTER #26 Der Preis für unser Gemüse! Wir

Kurzmitteilung

2013-04-14 11.22.09STALLGEFLÜSTER #26 Der Preis für unser Gemüse!

Wir blicken über den Tellerrand Österreich hinaus und werfen unseren Blick auf die Region die auch „Das Glashaus Europas“ genannt wird – Südspanien.  Anlass dazu war der Besuch von GewerkschafterInnen und ArbeitsmigrantInnen aus Südspanien die hier in OÖ zu Gast waren und über die Arbeits- und Produktionsbedingungen sprachen. In der heutigen Sendung erwarten euch :

Ein Gespräch mit Dieter Behr, aktiv beim Europäischen BürgerInnenforum und beim Netzwerk „Afrique-Europe-Interact“

Die drei Gäste aus Südspanien sprechen bei einer Hofbesichtigung in Eferding über ihrer Arbeit und ihrer Arbeitsrealität in Spanien. Zu Wort kommen Mbarka El Goual Mazouzi –  sie kommt ursprünglich aus Marokko und engagiert sich in der  Vertretung von Arbeiterinnen in der Gemüse-Verpackungsindustrie. Khalifa Touré – er kommt ursprünglich aus dem Senegal. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt bei der Arbeit in der Salatproduktion und Federico Daniel Pacheco Frías – ursprünglich aus Argentinien, er beschäftigt sich mit Fragen der Legalisierung und des Arbeitsrechts.

Weiters hat Birgit mit der Architektin und Künstlerin Margit Greinöcker gesprochen. Sie hat Erntehelferinnen bei ihrer Arbeit begleitet und im Rahmen des Festivals der Regionen einen Film produziert!

Bäuerin.Macht.Image

Kurzmitteilung

Bäuerin sein- heute und morgen
Aufstellung* mit anschließender Reflexion

Termin: Donnerstag, 13. Juni 2013, 10.45 bis 17.00 Uhr
Ort: Volkshaus Dornach, Niedermayrweg , 4040 Linz

Eine Bäuerin hat eine Lehre gemacht und zugeheiratet. Sie bekommt Kinder, betreut sie, schupft den Haushalt, macht die Stallarbeiten und – wenn Not an der Frau ist – auch Feldarbeit.

Eine Bäuerin hat Landwirtschaft studiert, kauft sich einen Hof, macht einen Businessplan und vertreibt erfolgreich ihre eigenen Bioprodukte.

Eine Journalistin heiratet einen Bauern und entdeckt ihre Liebe zur Landwirtschaft. Inzwischen bezeichnet sie sich Bäuerin und arbeitet noch einige Wochenstunden für eine Zeitschrift.

Wie seht Ihr Euch in der Rolle der Bäuerin? Wie sehr fügt Ihr Euch den Erwartungen Eurer Familie und der Gesellschaft? Wie sehr könnt Ihr Eure eigene „Version“ des Bäuerin-Seins gestalten?

Diese Fragen behandeln wir im Zuge der Veranstaltung. Die von Ruth Sander entwickelte Methode der Aufstellung von Themen im Raum ist eine außergewöhnliche Form Dynamiken im System sicht-und erlebbar zu machen.

Referentin: Dr.in Ruth Sander, Theaterwissenschaftlerin, Beraterin, Coach, Initiatorin von ‚politik im raum‘ (München)
Zielgruppe: Bäuerinnen, Bauern und Interessierte
Anmeldung : info@baeuerin-macht-image.at
Die Teilnahme ist kostenlos!

www.baeuerin-macht-image.at
www.frf.at
www.politik-im-raum.org

Alles über Schweine

Kurzmitteilung

a5b1360485STALLGEFLÜSTER # 25: alles über SCHWEINE…

Bereits seit mehr als 9000 Jahren begleitet das Hausschwein den Menschen und hat seine Kultur entscheidend mitgeprägt. Kaum ein anderes Tier wurde dabei über die Jahrtausende so vielfältig interpretiert und so widersprüchlich gesehen wie das Schwein. Einerseits als Symbol für Glück und Wohlstand, andererseits als Sinnbild des körperlich Exzessiven, als Inbegriff für Dummheit, Schmutz und Gier.

Sabine Traxler hat Familie Bauer-Marschallinger in Edt bei Lambach besucht und dort so einiges über die konventionelle Schweinehaltung erfahren. Birgit Gallistl war in der Nähe von Ried im Innkreis am Simandl-Hof und hat dort Sigi Rathner und Elfriede Sonnleitner besucht. Die beiden haben eine Schar von Wollscheinen, Schwäbisch-Hällischen und betreiben Zucht und Mast.

Musikalisch bringt die Band Amerling die Sendung zum Klingen – Mundartweltmusik
Den Namen Amerling sollte man sich merken – deren Erstlingswerk “Fia di und mi” ist für Freunde gut gemachter Dialektmusik uneingeschränkt zu empfehlen.