INSEKTENGIFTE – Schleichende Gefahr für die Umwelt

Kurzdoku von planet e:

Neonicotinoide sind Insektenvertilgungsmittel, die manche für Wunderwaffen auf dem Acker halten. Aber das Gift tötet nicht nur Schädlinge, sondern bedroht in Kleinstmengen auch Menschen. Die Pestizide wirken als Nervengift tödlich auf Insekten und bilden dauerhaft Rückstände in Pflanzen. Japanische Wissenschaftler haben erhebliche Hinweise gewonnen, dass Neonicotinoide verheerend auf die Gehirnentwicklung von Föten und Säuglingen wirken.

Hier der Link zum Ansehen:

http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/829179a5-9db7-4d93-8ff4-d3ef17a70c30/ce3c2470-0115-4180-b18f-1d622758d525?generateCanonicalUrl=true

Landraub – Dokumentation zum Thema Landgrabbing

imagesDie Dokumentation Landraub von Regisseur Kurt Langbein können wir zum Thema Landgrabbing empfehlen.

Inhalt: Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. Nach der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Geschäftsfeld entdeckt. Mit dem Landraub wollen die Reichsten der Welt sich Zugriff auf die wichtigste Ressource dieser Welt sichern. Statt Bauern bestimmen dann Profitinteressen über die Böden. Wenn wir den Raubzug nicht verhindern, werden unsere Lebensgrundlagen zerstört.

Link zur Filmhomepage: http://www.landraub.com/Der-Film/

Stallgeflüster hat zum Thema auch eine Ausgabe produziert mit dem Titel  „Zugang zu Land“ – Österreich / Europa / weltweit.

Stallgeflüster #47: Stallgeflüster die Letzte – Ein Rückblick

IMG_1080Stallgeflüster die Letzte: Ein Rückblick
In der letzten Sendung von Stallgeflüster werfen wir einen Rückblick über vier Jahre Sendungsgestaltung: Was haben wir uns mitgenommen, welche Sendungen und Themen waren besonders spannend, welche Themen bleiben offen ….
Unsere Sendung läuft seit April 2011, also seit genau 4 Jahren im Freien Radio Freistadt (FRF). Einmal pro Monat haben wir – Sabine Traxler, Maria Pfeiffer, Birgit Gallistl und Anna Winklehner eine Informationsendung über Landwirtschaft gestaltet – insgesamt blicken wir auf 46 Sendungen zurück.
  •  In vier Jahren haben wir 47 Sendungen zu einer Stunde produziert.
  • Ausgestrahlt wurden diese regelmäßig in fünf Radios: Freies Radio Freistadt, Freies Radio Linz, Freies Radio Salzkammergut, Freies Radio B138, Radiofabrik in Salzburg und gelegentlich im Radio Proton in Vorarlberg.
  • Wir haben Extra Sendungen vom Nyeleni Forum und zum Thema „Mit der Kuh auf Du und Du“ gestaltet.
  • 112 Personen haben wir vors Mikro gebeten
  • Unser CBA-Accout zählt 50.599 views
  • 2.821 Menschen haben sich die Sendungen angehört online via STREAM angehört!
  • Wir haben 1 Blog erstellt und drei 3 Flyer Produziert
  • Aus der Sendung Stallgeflüster ist auch das KUPF Innovationsprojekt „Bäuerin.Macht.Image – Ein Aufruf die bäuerlichen Rollenbilder zu hinterfragen“ hervorgegangen.

Stallgeflüster#46: Katzen würden Mäuse kaufen

IMG_2030Stallgeflüster# 46: Katzen würden Mäuse kaufen

Seit beinah eineinhalb Jahren begleitet uns während unserer Radiosendungen Hund Remo-Akito. Er hat uns Stallgeflüsterinnen zum Sendungsthema Tierfutter inspiriert.

Die erste Frage die sich für uns bei den Recherchen zum Thema sofort stellte: Was für Fleisch ist eigentlich im Tierfutter für Hund und Katz zu finden? Die Werbung verspricht uns das Beste für unsere Lieblinge: Futter für gesunde Zähne und Fell, abwechslungsreiches Menüs – einmal mit Huhn, Geflügel, Rind, Fisch oder sogar Wellness-Futter kann man käuflich erwerben. Laut Grünem Bericht 2014 wurden im Jahr 2013 für Hunde Katzen und sonstige Heimtiere 6,1% aller Futtermittel verwendet – konkret sprechen wir hier von 91. 317 Tonnen Futtermittel.

Die Landwirtschaftskammer OÖ schätzt, dass in Österreich etwa 120.000 Tonnen an Schlachtnebenprodukten in die Erzeugung von Heimtiernahrung (Hunde, Katzen) gehen. In Österreich leben circa 580.000 Hunde und in 808.000 Haushalten werden ungefähr 1,5 Millionen Katzen gehalten.

Für die heutige Sendung haben wir folgende Personen zum Thema zu Wort gebeten:
  • Werner Siegl – Betriebsleiter des Linzer Schlachthofes – Interview nachhören
  • Brigitte Grill – Sie handelt schon seit einigen Jahren mit natur- und artgerechter Tiernahrung. Die gelernte Sozialpädagogin ist zu dieser Beschäftigung über ihre eigenen Tiere gekommen. Ihr Wunsch für ihre Tiere – eine langes und gesundes Leben. Gespräch nachhören

Weiters sind ein paar Blitzlichter und Gedanken zum Thema Haustiere und ökologischer Fußabdruck aus der Sendung Brisant vom Freien Radio in Innsbruck zu Hören. Jutta Seethaler nimmt Bezug auf das Buch „Time to Eat the Dog? The Real Guide to Sustainable Living.

“Gleichberechtigung als Lebensqualität”

IMG_8025“Land-Frauen-Bildung” – Unter diesem Titel veranstalteten die Grünen Bauern und Bäuerinnen am 23. Februar 2015 in Linz eine Impulsveranstaltung für Bäuerinnen und Bauern, sowie für Menschen mit Interesse an ländlicher Frauenbildung.

Fokus der Veranstaltung war es, Erwachsenenbildung für Frauen am Land unter verschiedenen Blickwinkeln unter die Lupe zu nehmen. Im Beitrag schildert Mathilde Schmitt, welche gesellschaftlichen Herausforderungen sich durch die bäuerliche Bildungsexpansion ergeben haben und welche Kompetenzen für Bäuerinnen und Frauen am Land wichtig sind. Agnes Strauss erläutert die Problematik der Wertschätzung von formeller und informeller Bildung. Traude Beer-Heigl und Lisa Hofer Falkinger erzählen aus ihren Erfahrungen die sie im Rahmen der ÖBV-Bildungsarbeit gemacht haben. Heidi Rest-Hinterseer präsentiert das Konzept des “Tschänder Kabarett” und was sie damit in der Region Pongau damit zu bewirken versuchen.

Zu den Personen:

Mathilde Schmitt: Agrar- und Sozialwissenschaftlerin. Sie arbeitet und forscht zu Themen der Ruralen Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Innsbruck.
Agnes Strauss: Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Universität für Bodenkultur Wien
Traude Beer-Heigl: Sie hat jahrelange in der Erwachsenenbildung und Familienberatung im bäuerlichen Umfeld gearbeitet.
Lisa Hofer-Falkinger: Biobäuerinnen im Mühlviertel und seit 1990 im Bäuerinnenarbeitskreis der ÖBV
Heidi Rest-Hinterseer: Bäuerin in Dorfgastein, ehemalige Nationalratsabgeordnete, Obfrau des Frauenvereins KoKon und Geschäftsführerin eines Salzburger Ökostrombetriebes

Hier gehts zum Beitrag

Betriebskooperationen „Das Beste ist, man ist überzeugt davon!“

IMG_4931In dieser Ausgabe von Stallgeflüster stehen die BETRIEBSKOOPERATIONEN in der Landwirtschaft im Fokus.

Maria Pfeiffer hat sich für Stallgeflüster auf den Weg gemacht und mit einigen Landwirten gesprochen, die selbst in einer Kooperation mitmachen bzw. sie gegründet haben. Die erste vorgestellte Betriebskooperationen ist der Kräuterpunkt Neundling. De seit 1997 bestehende Kooperation trocknet und bereitet Kräuter auf. Im Interview mit Josef Peer, Hermann Kehrer und Michael Falkinger erfahren wir, welche betrieblichen- aber auch sozialen Vorteile eine gemeinsame Trocknungsanlage mit sich bringt! Die aufbereiteten Kräuter von Kräuterpunkt Neundling werden für die Bergkräutergenossenschaft Hirschbach geliefert.

Eine weitere Kooperation die heute vorgestellt wird ist Biosaat – eine Kooperation von elf Biolandwirten zur Getreideaufbereitung im Ort Arnreit im oberen Mühlviertel. August Gahleithner, Obmann von Biosaat, erzählt über die Gründung der Kooperation im Jahr 1995 und wie sich dieÜber eine weit verbreitete Form der Kooperation im landwirtschaftlichen Bereich berichtet abschließend  Ignaz Leonhartsberger. Auf seinem elterlichen Milchwirtschaftsbetrieb ist die Maschinenkooperation seit dem erdenken kann gelebte Praxis.

Zum Abschluss der Sendung wird’s nochmal politisch – nachdem am 25. Jänner 2015  die Landwirtschaftskammerwahlen in OÖ stattfinden, sind wir über ausgeteilte Argumentationskärtchen des Bauernbundes gestolpert. Gründe warum man die jeweiligen Konkurrenzparteien nicht wählen solltt erfahrt ihr am Ende der Sendung – so viel sei gesagt, wir haben uns doch etwas gewundert, was hier zum Besten gegeben wird!

Sendung Nachhören – HIER!

Bäuerin, Landwirtin, Unternehmerin?

IMG_0797Stallgeflüster #44: Bäuerin, Landwirtin, Unternehmerin?
Sendungsübernahme vom Radio Helsinki Graz

Was heißt es heute, zu Zeiten des Neoliberalismus, eine Bäuerin zu werden? Die weitreichenden gesellschaftlichen Transformationen im Rahmen des Neoliberalismus veränderten auch das Leben der Bäuerinnen und Bauern in Österreich tiefgehend. Heute sind landwirtschaftliche Kleinbetriebe immer stärker dem kapitalistischen Wettbewerbsmarkt ausgesetzt und damit den Maximen von Flexibilität, Kreativität und Unternehmertum unterworfen: Landwirtschaft als Business. Damit geht auch ein verändertes Bild, ein neues Image des Berufs der Bäuerin einher.

In ihrer Diplomarbeit „Frauen als Motor in der Weiterentwicklung der Landwirtschaft“. Kulturanthropologische Untersuchung zum Selbst- und Fremdbild der Bäuerin als Unternehmerin untersuchte Barbara Bärnthaler die Lebenswirklichkeiten von vier Kleinbäuerinnen. An ihrem Beispiel bekommt die Leser_in / Hörer_in Einblick in konkrete Lebenswelten am Bauernhof, erfährt aber auch viel über Mythen, Vorurteile und Romantisierungen des Berufs der Bäuerin. Denn als Quereinsteigerinnen durchliefen die von Bärnthaler befragten Frauen einen komplexen Identifizierungsprozess mit einem bis dahin fremden Beruf und Lebenszusammenhang. Ein Prozess, der sich für die Betroffenen konfliktreich und manchmal schmerzhaft gestaltete und der Fremd- und Selbstbilder sichtbar macht.

Das wilde Denken. Kulturanthropologische Gespräche. Mit Ruth Eggel und Robin Klengel, Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie, Uni Graz, Radio Helsinki Graz.

Bäuerin, Landwirtin, Unternehmerin? Quereinsteigerinnen in der Landwirtschaft zu Zeiten des Neoliberalismus. Mit Barbara Bärnthaler. Kulturanthropologische Gespräche # 24

Sendung nachhören! – http://cba.fro.at/275843

Pferde – Im Dienste des Menschen

Pferd 2Für die einen liegt das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde, die anderen finden ihr Glück anderswo. In jedem Fall aber, hatten Pferde einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung des Menschen und haben uns große Dienste erwiesen. Höchste Zeit, diesen besonderen Tieren eine Sendung zu widmen.

Zu Wort kommen:
Daniela Marton, sie unterrichtet seit vielen Jahren Pferdewirtschaft und -zucht in Tullnerbach im Wienerwald. Sie weiß über die Haltung und wirtschaftliche Bedeutung von Pferden Bescheid.
Christa Winklehner, sie ist Mitverantwortliche für das touristische Angebot des Wanderreitens auf der Mühlviertler Alm. Sie hat sie einiges über das Pferd als Dienstleiter für die Regionalentwicklung zu sagen.
Marisa Korosa, sie entführt uns in die Welt des Dressurreitens. Sie weiß, wozu Pferd und Mensch gemeinsam fähig sind.

Sendung nachhören

Buchtipp „Frauen am Land“

indexFrauen am Land Potentiale und Perspektiven
Manuela Larcher, Theresia Oedl-Wieser, Mathilde Schmitt, Gertraud Seiser (Hrsg.)

Die vielfältigen Lebens- und Arbeitsverhältnisse, die Frauen in ländlichen Regionen heutzutage zugänglich sind, bieten ihnen Möglichkeiten einer selbstbestimmten Lebensführung und der Verwirklichung individueller Potentiale. Immer wieder sind Frauen am Land aber mit gesellschaftlichen Erwartungen und strukturellen Barrieren konfrontiert, die nach politischen und sozialen Lösungen verlangen, sei es in Regionalentwicklung und Kommunalpolitik, in der Landwirtschaft oder in Bezug auf Bildung, Mobilität, Migration und Ehrenamt.

Die Beiträge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dokumentieren sowohl die Brisanz als auch die Bedeutung, die den Potentialen und Perspektiven von Frauen sowie den Geschlechterverhältnissen in ländlichen Regionen zukommen. Sie weisen auf Basis wissenschaftlicher Analysen auf Problemlagen hin und fordern zu lösungsorientiertem Handeln auf.

Link zum Verlag